Samstag, d.15. Oktober 2011:

                                                      Ankunft in Sofia

Thema des Treffens war, passend zum Schwerpunkt der gastgebenden Schule:

 

 

 

"Veterinarian medicine, pharmacology and farming" 

 

Die Relevanz dieses Themas wurde uns auch bei unserer Ankunft am Flughafen in Sofia bewusst: "Diseases don't respect borders" lasen wir da im Zusammenhang mit einem Einfuhrverbot tierischer Produkte aus Nicht-EU-Ländern.  

Über nationale und internationale Richtlinien zur Lebens-mittelkontrolle würden wir noch mehr erfahren auf unserem Projekttreffen in Stara Zagora.      

 

Zunächst aber verbrachten wir unseren ersten Abend in Bulgarien noch in der Hauptstadt Sofia, deren eindrucksvolle orthodoxe Kirchenbauten uns entgegenleuchteten.

 

Alexander-Newski-Kathedrale

russische Kirche

 

Sonntag, d.16. Oktober 2011:

   Nach einer Nacht im Hostel Lavele mit seinem empfehlenswerten (Bio)Frühstück verbrachten wir den Morgen wahlweise beim orthodoxen Gottesdienst in der Bischofskathedrale "Sveta Nedelya" (ok, nur die Lehrer... - die sich aber um so mehr von dem ausgezeichneten Gesang des Chores dieser Kirche verzaubern ließen) oder bei der sonntäglichen Suche nach wärmender Kleidung - schließlich war ein Koffer bereits bei der Anfahrt in Oldenburg stehengeblieben, ein weiterer in Sofia nicht angekommen und hatte der Morgen (des 16. Oktober!) mit Schneefall überrascht. 

 

Löwen am Justizpalast

 

Unter den mächtigen Löwen des Justizpalastes trafen wir uns wieder zu einem Stadtrundgang. Nikolai aus dem Team der "Free Sofia Tours" nahm uns mit zu einer Reise in die Vergangenheit seiner Stadt. Aus römischer Zeit, als die Stadt den Namen Serdica trug, sahen wir Stadtplan und archäologische Funde in der Metro-Unterführung und beim archäologischen Museum (einer ehemaligen Moschee) sowie die Reste einer Thermenanlage, umfunktioniert zu einer Kirche. Im Mittelalter, so hörten wir, wurde die wichtigste Kirche der Stadt - "Sweta Sofia" - genannt, wenn Reisende ihr Ziel angaben; dies sei dann synonym mit dem Stadtnamen geworden. Auch diese Kirche bekamen wir gezeigt. Von der Zeit der osmanischen Herrschaft über Bulgarien und Sofia seit dem 14. Jahrhundert erzählte uns die Banja-Baschi-Moschee, die immer noch verwendet wird. Nikolai betonte, dass in Sofia Orthodoxe, Moslems (die etwa 10% der Bevölkerung Bulgariens ausmachten) und die Mitglieder der jüdischen Gemeinde, deren Zentrum nur wenige hundert Meter entfernt ist, tolerant neben- und miteinander lebten. 

 

(links:) Stadtbild des römischen Sofia (Serdica);                     (Mitte l.) Straßenbild mit Minarett der Banja-Baschi-Moschee;  (Mitte rechts:) Reste der römischen Thermenanlage;        (rechts:) archäologisches Museum - Michèle entziffert eine römische Inschrift

 

 Allerdings erfuhren wir auch von Gewalt: von Unterdrückung und vom Ringen Bulgariens um seine Unabhängigkeit. Der Dichter Ivan Vasov war am Stara-Zagora-Aufstand 1875 und Stefan Stambolow, der spätere Ministerpräsident, am blutig niedergeschlagenen Aprilaufstand 1876 beteiligt gewesen.  Nach dem einen ist Sofias Nationaltheater benannt, an den anderen erinnert ein Denkmal.

 

(links:) Nationaltheater "Ivan Vasov";                                (Mitte:) Stambolow-Denkmal; in Hintergrund: die russ. Kirche;  (rechts:) "tierisches" Detail an der Straße des 6.September

 

Wie noch so oft hatten wir bald vierpfotige Begleitung, z.B. an den Thermen und vor dem Nationaltheater:

 

       

 

Am Nachmittag ging es dann mit dem Fernbus in einer gut vierstündigen Fahrt zu unserem Ziel: Stara Zagora. 

Es kam zu einem herzlichen Wiedersehen mit unseren bulgarischen Partnern. Und auch die griechische, polnische, italienische und türkische Gruppe kamen hinzu.

 

                                                                         Das Projekttreffen konnte beginnen!

                                                                         Mehr über den ersten Tag unserer Projektarbeit erfahrt ihr: hier .

 

 

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